Besser noch als mit jedem anderen Transportmittel, lässt sich die einzigartige Naturlandschaft der Mecklenburgischen Seenplatte, mit dem Kanu oder Kayak erleben. Besonders weil einige Wasserwege, unter anderem im Müritz Nationalpark, ausschließlich mit Booten ohne Motorisierung befahren werden dürfen. Südöstlich der Müritz, die Sie aufgrund ihrer Größe lieber meiden sollten, beginnt die Mecklenburgische Kleinseenplatte. Hier verändert sich die Landschaft, weite Felder weichen Wäldern und Feuchtgebieten, die Seen werden kleiner aber zahlreicher. Ideal also für eine Paddeltour. Es folgt eine Auswahl von Anbietern und Tourenvorschlägen.



Besser noch als mit jedem anderen Transportmittel, lässt sich die einzigartige Naturlandschaft der Mecklenburgischen Seenplatte, mit dem Kanu oder Kayak erleben. Besonders weil einige Wasserwege, unter anderem im Müritz Nationalpark, ausschließlich mit Booten ohne Motorisierung befahren werden dürfen. Südöstlich der Müritz, die Sie aufgrund ihrer Größe lieber meiden sollten, beginnt die Mecklenburgische Kleinseenplatte. Hier verändert sich die Landschaft, weite Felder weichen Wäldern und Feuchtgebieten, die Seen werden kleiner aber zahlreicher. Ideal also für eine Paddeltour. Es folgt eine Auswahl von Anbietern und Tourenvorschlägen.



Unterwegs auf der kleinen Müritz

Ausgangsort: Zielow 

Entfernung von Ludorf: ca. 3 km 

Zeitbedarf: ca. 2-3 Stunden

Anbieter: TOKON Charter


Sie starten in Zielow, dem kleinen Ortsteil von Ludorf, mit seiner hübschen Fachwerkkirche. Dort befindet sich etwas außerhalb des Dorfes, hinter der Jugendherberge, ein kleiner Naturhafen und der Bootsverleih der Firma TOKON. Nur wenige Meter auf der Müritz, verlassen Sie diese in Richtung Süden und befahren die kleine Müritz. Bemerkenswert ist die Burgwall Insel, auf der sich einst die Wehranlage eines bedeutenden slawischen Stammes befand und auf der noch heute alte Tonscherben gefunden werden können. Am Westufer der kleinen Müritz befindet sich Vipperow, das als ältestes Dorf der Müritzregion gilt. Die Feldsteinkirche aus dem 13. Jahrhundert gilt als ältester Kirchbau der Region rund um die Müritz. Außerdem betreiben die Müritzfischer in Vipperow einen kleinen Fischerhof, bei dem man frischen Fisch direkt in leckere Fischbrötchen verwandelt. Auf der anderen Uferseite liegt die Ortschaft Rechlin, die sich mit einem Segelverein, einer Marina und mehreren Gaststätten ebenso für einen Landgang anbietet. Zwei Brücken überqueren die beiden Wasserstraßen, die hier beginnen. Den bis Buchholz führenden Müritzarm und die bis Berlin führende Müritz Havel Wasserstraße.


Die „Alte Fahrt" in den Müritz National Park

Ausgangsort: Mirow

Entfernung von Ludorf: ca. 20 km

Zeitbedarf: ca. 6 Stunden

Anbieter: Kanubasis Mirow


Die Tour startet bei der Jugendherberge Mirow, wo sich auch die Kanubasis befindet, auf dem Mirower See. Das südliche Ufer hat einiges zu bieten, denn hier ,auf der Schlossinsel, residierten einst die Herzöge von Mecklenburg-Strelitz. Das sanierte Schlossensemble beherbergt heute die Ausstellung „3 Königinnen Palais" und gehört zu den absoluten Highlights der Region, sollte aber an einem anderen Tag, mit mehr Zeit besucht werden. Nördlich, mit einem Kanal verbunden, beginnt der nächste See, das Granzower Möschen. Namensgebend ist der Ort Granzow, gelegen am Ostufer des Sees. Hier befindet sich auch das kleine Bistro „Entenhausen" dessen Besuch besonders wegen des frischen Kuchens zu empfehlen ist. Ab jetzt sind keine Motorboote mehr erlaubt, die Natur hat hier Vorrang. Außerdem ist die „Alte Fahrt" nunmehr ein historischer Wasserweg, der die Stadt Mirow früher mit der Müritz verband. Heute tut dies die Müritz Havel Wasserstraße, die bis Berlin führt. Alte Fahrt ist auch generell eine Bezeichnung für ein ehemals schiffbares Gewässer, das für die Schifffahrt nicht mehr freigegeben ist. Immer weiter Richtung Norden, durchqueren Sie nun den kleinen Kotzower See, den großen Kotzower See, den Mössel und den Leppinsee. Kein Stress, keine Hektik, Natur rings um Sie herum - nur die Entscheidung wann Sie umkehren, um den Rückweg zu beginnen, ist jetzt noch von Bedeutung.


Durch die Schleuse in die Schwaanhavel

Ausgangsort: Wesenberg

Entfernung von Ludorf: 30 km

Zeitbedarf: ca. 4-5 Stunden

Anbieter: Kanu Mühle


Die Kanustation Kanu Mühle liegt am Rande der Stadt Wesenberg, deren Wahrzeichen eine hochmittelalterliche Turmhügelburg ist. Am Anfang paddeln Sie noch einer auf einer Teilstrecke der Havel, die hier kanalisiert und schiffbar gemacht wurde, und bald von einer Schleuse unterbrochen wird. Hier kann entweder geschleust werden, ein besonderes Erlebnis für alle die es nicht kennen, oder mittels eines Bootswagens auf Schienen übergesetzt werden. Schon bald erreichen Sie einen kleinen Abzweig auf der rechten Uferseite und biegen in einen kleinen Zufluss der Havel: die Schwaanhavel. Dieses kleine Flüsschen gilt als Perle der Kleinseenplatte, sehr naturbelassen und wegen seiner geringen Tiefe und Breite auch als ein wenig abenteuerlich. Dazu gehören neben Eisvogel, Fischotter und Co. auch umgestürzte Bäume die es zu umpaddeln gilt. Nach etwa 3,5 km erreichen Sie den Plätlinsee. Hier gibt es moorige Ufer, die Insel „Hühnerwerder" und südöstlich das kleine Dorf Wustrow, mit mehreren Gaststätten. Die gesamte Umgebung ist aufgrund der vielen miteinander verbundenen Seen beliebt bei Paddlern und bietet zahlreiche Kanustationen und Zeltplätze.